Rituals of Regulation

Carlos Carima, Olivier Mboma, Safiya Yon

27 April – 1 Juni 2024
Eröffnung: Freitag 26 April 2024, 00:00 Uhr

Safiya Yon, Learning how to breathe, 2023, Kurzdokumentarfilm (30 Minuten).

Safiya Yon, geboren inmitten der südafrikanischen Revolte gegen Apartheid, fokussiert sich Safiya Yons Arbeit auf die künstlerische und therapeutische Aufarbeitung und Transformation (neo-)kolonialen Schmerzes.
Als künstlerische Forscherin und Psychotherapeutin in postgradualer Weiterbildung, liegt Yons Arbeit an der Intersektion von Social Practice Art, psychische Gesundheit und Community-Care. Ein Grundpfeiler dieser interdisziplinären Praxis schafft Yon, indem sie Heilungsräume für rassifizierte Personen kreiiert, die an Orte/ Institutionen mit verborgene gewaltvoll aufgeladene Geschichte stattfinden. Durch kollektive, ko-regulierende Praktiken werden diese Orte neu aufgeladen, indem sie zu kollektive Heilungsräume werden.
Neben ihre universitäre Ausbildung und Tätigkeit im psychsozialen Bereich, absolvierte sie an der Universität zu Köln einen Master in Intermedia mit Schwerpunkt künstlerische Forschung und war zudem, dort in der Lehre am Institut für Kunst und Kunsttheorie der tätig. 

Olivier Mboma, 2022, 150 x 100 cm, Acryl, Öl, Pasteilkreide und 24k Blattgold auf Leinwand.

Olivier Mboma ist ein deutsch-kongolesischer Künstler. Geboren in Kinshasa (D.R. Kongo), migrierte seine Familie in den 1990er Jahren nach Deutschland, wo er seine Kindheit in Wuppertal verbrachte. Im Jahr 2019 schloss er sein Medizinstudium in Belgien ab und versucht nun, neben seinem Vollzeitjob als angehender Kinderarzt die Zeit zum Malen zu finden.
Seine Kunstwerke befassen sich mit bestimmten soziopolitischen Themen, wobei sein kultureller Hintergrund eine wichtige Inspirationsquelle darstellt. Die absichtliche kontrafaktische Darstellung bestimmter Sujets trägt dazu bei, den Betrachter auf eine Reise mitzunehmen, auf der soziale Filter durch zeitgenössische Erotik in Frage gestellt werden.

Carlos Carima, DGB (Tushibakate), 2023, Schauspielhaus Dortmund, Solo-Perfomance, Dortmund.

Carlos Carima ist ein in Angola geborener, freischaffender Künstler, der in Wuppertal/Köln arbeitet. Kulturelle Identität, gesellschaftliche Zugänge und Repräsentation stellen Eckpunkte von Carlos Carimas künstlerische Praxis dar. Seine Arbeitsprozesse, wie Werke, laden zu inneren, zwischenmenschlichen und strukturellen Dialogräume ein.
Auf der Leinwand wird die Beschäftigung mit politischer Wut, kollektive Heilung und Erinnerungskörper erzeugt. Die Begegnungen mit diesen Themenspektren in der eigenen Lebensrealität von Carima, werden explorativ auf der Leinwand, im Wort und in Form von Installation gespiegelt, verarbeitet und weiter erforscht. Seine Motive entstehen aus dem Versuch der Annäherung an dem Absurden unserer Lebenszustände.