
Die Frage nach Heimat ist für manche unumstritten, für andere jedoch ein wandelbares Konzept, das durch die Umstände des Lebens geformt wird. Die in Berlin lebende Künstlerin Loukia Hadjiyianni, die lange Zeit fern ihrer Heimat in Zypern und Georgien gelebt hat, stellt fest, dass sich ihr Verständnis von Heimat verändert. Die Distanz hat bestimmte Erinnerungen geschärft, anstatt sie verblassen zu lassen.
Der Titel “Home is where the wound is” entstand aus der Auseinandersetzung damit, wie Heimat uns zugleich prägen und verletzen kann – durch Kindheitserfahrungen, Familiengeschichten und die Umgebungen, in denen wir aufwachsen.
Porträt- und Aktfotografie stehen im Zentrum ihrer Arbeit, getragen von einer tiefen Leidenschaft für die Fotografie von Frauen sowie als Mittel, sich zu ihrem eigenen Körper und dem Ort ihres Aufwachsens in Beziehung zu setzen. Aus einem konservativen und patriarchalen Umfeld stammend, wurde die Kamera zu einem Werkzeug, um diese Strukturen zu hinterfragen und innerhalb von ihnen langsam ein Gefühl von Freiheit zu finden.
In diesem Ausstellungsprojekt richtet sie den Blick näher auf ihr eigenes Leben und beginnt, Selbstporträts sowie Fragmente aus Gedanken und Träumen einzubeziehen. Die Fotografien bewegen sich zwischen Körpern, Landschaften und kleinen Ausschnitten alltäglicher Räume – Orte, die zugleich vertraut und verfremdet wirken. Das Videomaterial verbindet Landschaftsaufnahmen und Archivmaterial und reflektiert über Erinnerung, Trauer und Zugehörigkeit.
Anstatt Antworten zu geben, möchte sie diese Wunde offen halten – als Raum zum Schauen, Fühlen und Verweilen bei dem, was ungelöst bleibt.










