Rückblick
Rosa Violetta Zettl – Hydra

02. Juli - 06. August 2022
Verlängerung bist 13. August

Veranstaltung:
13. August, 16 Uhr
Die Künstlerin Rosa Violetta Zettl führt durch die Ausstellung.


 


Rosa Violetta Zettl, Hydra, 2022, Aquarell auf Büttenpapier. © VG Bild-Kunst, Bonn 2022, die Künstlerin.

Sowohl die Beobachtung biologischer, als auch sozialer Zusammenhänge sind die Grundlage der Installationen, Zeichnungen und kritisch ausbalancierten Assemblagen von Rosa Violetta Zettl. In einer fluiden Sammlung werden Fundstücke mit handgefertigten Plastiken aus Keramik oder Kunststoffen zusammengebracht. Die syntaktischen Kompositionen entwickeln sich zu fragilen Rauminstallationen und behandeln hierarchische Strukturen, Archive und Symbiosen.
In ihrer Einzelausstellung "Hydra" im Neuen Kunstverein Wuppertal zeigt Zettl eine räumgreifende Installation, die in einer lebendigen Sammlung Erden, Staub, Keramik und Bronze vereint. Sie beschäftigt sich mit Wachstum, der Knospung des Süßwasserpolyps hydra vulgaris, den vielfältigen Fragen des Anthropozäns nach Hinterlassenschaft, nach Schutz, Verteidigung und Unsterblichkeit und allem voran dem Wasser.

 

 

 

 

Die Ausstellung wird unterstützt durch:


 
Sandra Schlipkoeter – Schwebezustand

19. November 2022 bis 14. Januar 2023
Eröffnung: 18. November, 19:00 Uhr


Der Ursprung ihrer Arbeiten liegt im digitalen Licht und fotografischen Störungen, vor allem Störungen in Form des physikalischen Phänomens der Interferenzen. Interferenzen sind Überlagerungen von Wellen im optischen Raum, die komplexe Linienmuster erzeugen und die mittels eines digitalen Fotos in den Bildschirm sichtbar gemacht werden können.

Zuerst zweidimensional in Malerei umgesetzt, geht die Künstlerin immer öfter den Schritt in die Dreidimensionalität, aus der die Interferenzwellen ursprünglich kommen. Durch jahrelange Auseinandersetzung mit den Linienformen der Interferenzen hat sie ein großes Repertoire an Linienmustern, die sie in ihren Scherenschnitten kombiniert. Durch die Kombination unterschiedlicher Linien und Farbmuster gelangt sie zu einer unendlichen Vielzahl an Variationen, die an eine Gewebe-artige Struktur erinnern und dadurch zum Objekt werden. Ihre raumbezogenen schwebenden Skulpturen und Installationen spielen mit Licht und Schatten, Leerstellen und Material, sowie mit Sichtbarem und Unsichtbarem.

„Die Analyse und Schlussfolgerung, das Erforschen und Entschlüsseln sind die Katalysatoren bei der Formfindung ihrer Werke. Ihre Arbeiten sind poetisch, ästhetisch und sphärisch zugleich. Physikalische Gesetze treffen auf künstlerische Konzepte und ergänzen sich kongenial. Sandra Schlipkoeter ist eine progressive Künstlerin, die ihr Werk forschend und experimentierend konsequent nach vorn weiterentwickelt. Die Betrachtung macht Lust auf Zukunft.“ (Gisela Elbracht-Iglhaut, Kunstmuseum Solingen)

Für die Ausstellung im Neuen Kunstverein Wuppertal entstehen neue Arbeiten, in denen sich Sandra Schlipkoeter von den Linien und Farbvorlagen löst. Neben Ölgemälden und installativen Arbeiten entsteht eine Wandarbeit, in der sie sich über die Begrenzungen der Leinwand und des Rahmens hinwegsetzt und bei der sie die Wand mit leuchtenden Farben und Linien überzieht.

Sandra Schlipkoeter, geboren 1979 in Solingen, wechselte nach einem Abschluss in Freier Kunst an der Ruhrakademie in Schwerte 2003 an die Kunstakademie in Düsseldorf. 2012 beendet sie ihr Studium mit dem Meisterschülertitel und dem Akademiebrief bei dem deutschen Maler Eberhard Havekost. Für ihre Abschlussarbeit wurde sie von Tony Cragg mit dem Gargonza Arts Award ausgezeichnet. Seit 2012 lebt und arbeitet sie in Berlin und ist Mitbegründerin des unabhängig betriebenen Projektraums HilbertRaum in Neukölln.

 
Myriam Hofer – vogelfrei

27. August – 01. Oktober 2022
Eröffnung Freitag, 26. August 2022, 19 Uhr

 

 

Die konzeptionelle Werkreihe „vogelfrei“ zeigt Cyanographie, Fotografie und Installation. Die Auseinandersetzung und Bearbeitung gesammelter Vogelkäfige ist hierbei zentrales Sinnbild. In ihren neuen Arbeiten beschäftigt sich Myriam Hofer mit der einhergehenden Ohnmacht und Depression der sich momentan verändernden Zeiten.
Aus gewalzten Vogelkäfigen wurden zunächst Cyanographien entwickelt. Aus deren Fotografien entsteht die serielle, großformatige Arbeit „cyanos“. In der kinetischen, raumgreifenden Installation „vogelfrei“, einem überdimensional großen Mobile, wird die Auseinandersetzung mit den gewalzten Käfigen fortgesetzt. Die in eine neue Form gebrachten Käfige, bewegen sich wie ein scheinbar munteres Windspiel auf und ab. Den Antipoden zu dem luftigen Mobile stellt die Installation „espello“ dar. In Pech getauchte, übereinandergestapelte, fest miteinander verbundene Käfige bilden eine erdige, schwere Skulptur. Ein doppelter Spiegel, der einseitig zum Erblinden gebracht ist, hängt über dem bleiernen Gebilde. Die kleinformatige, Serie „away away“ zeigt Fotografien, aus einer Psychiatrie. Hier werden die, auf dem Gelände stehenden, gläsernen Raucherhäuschen, geklebten Vogelsticker, durch fotografische Perspektive zum Leben und Fortfliegen erweckt.

 
Adéọlá Ọlágúnjú - Rhizome

07. Mai - 11. Juni 2022 
Eröffnung Freitag, 06. Mai 2022, 18 - 21 Uhr

 




Rhizome ist eine Multimedia-Installation, die aus fotografischen Assemblagen, Videoinstallationen und Ton besteht. Sie setzt sich mit persönlichen künstlerischen Archiven auseinander. Die Installation untersucht die möglichen neuen Bedeutungen, die entstehen, wenn ihre Elemente in verschiedenen Konstellationen platziert werden.

Grundlage der Untersuchung ist die Assemblage-Theorie, die davon ausgeht, dass die Beziehungen zwischen den Bestandteilen eines Werks nicht stabil und fest sind. Vielmehr können sie innerhalb und zwischen anderen Körpern verschoben und ersetzt werden, so dass sich Systeme durch äußere Beziehungen annähern (Vgl. Wikis.la.utexas.edu,. (2016). Assemblage Theory | University of Texas Theory. visited 31 March 2022)


Für dieses Projekt greift Adéọlá Ọlágúnjú ihr eigenes primäres künstlerisches Material mit neuen Fragen auf und ergänzt das bestehende Archiv aus einer neuen Perspektive, die darauf abzielt, Wissen zu schaffen, das sich von dem unterscheidet, was bereits bekannt und erfahren ist.



Adéọlá Ọlágúnjú arbeitet mit Fotografie, Video, Ton und Installationen. Ein großer Teil ihrer künstlerischen Arbeit befasst sich mit dem Selbst, der Erinnerung, der Spiritualität, der Heilung und der sozialen Landschaft.

Ihre Arbeiten wurden auf Festivals, in Museen und Galerien in vielen Ländern gezeigt. Sie erhielt Preise und Auszeichnungen, darunter den NRW.BANK Kunstpreis 2021, den Seydou Keïta Grand Prize für das beste fotografische Werk auf der Bamako International Biennial for Photography 2019, den Young Art support Amsterdam Award 2013 und den Lagos Photo Festival Award 2012. Ọlágúnjú ist Finalist der Rolex Mentor & Protégé Arts Initiative im Jahr 2019 und ausgewählter Mentee der Kategorie Fotografie bei der 5. Edition der Forecast Platform 2020-2021.



English Version

Rhizome is a multimedia installation comprising of photographic assemblages, video installation and sound. This exhibition engages with personal artistic archives by exploring the new meanings they take when placed in different constellations. It adopts the assemblage theory which asserts that, within a body [of work], the relationships of component parts are not stable and fixed; rather, they can be displaced and replaced within and among other bodies, thus approaching systems through relations of exteriority (Wikis.la.utexas.edu,. (2016). Assemblage Theory | University of Texas Theory. visited 31 March 2022).

This project revisits my primary artistic materials with fresh batch of questions, interrogating and adding to existing archive from a perspective that aims to make new knowledge as distinguished from what is already known and experienced.

Adéọlá Ọlágúnjú is an artist working with photography, video, sound and installations.

A great deal of her artistic work has involved considerations of the Self, memory, spirituality, healing and the social landscape.

Her works have been shown in festivals, museums and galleries in many countries. she has been recipient of prizes and awards; notably NRW.BANK Kunstpreis 2021, Seydou Keïta Grand Prize for the Best photographic creation at Bamako International Biennial for Photography in 2019, Young Art support Amsterdam Award in 2013 and the Lagos Photo Festival Award in 2012. Ọlágúnjú is a finalist of the Rolex Mentor & Protégé Arts Initiative in 2019 and the selected mentee of the photography category at the 5th Edition of Forecast Platform (2020-2021).

 

 

Das Projekt wird gefördert durch/With financial support


 
Schulkooperation – ¿SCHÖN?

27. Oktober bis 5. November 2022
Eröffnung: 27. Oktober, 18:00 Uhr


 

10. Schulkooperationsausstellung
Ein Ausstellungsprojekt mit Schülerinnen und Schülern der
Gesamtschule Else Lasker-Schüler, der Gesamtschule Barmen, der Offenen Ganztagsbetreuung der Grundschule am Nocken, dem Wilhelm Dörpfeld Gymnasium, der Erich Fried Gesamtschule und dem Neuen Kunstverein Wuppertal.

Das erfolgreiche kunstpädagogische Vermittlungs- und Arbeitsprojekt entwickelt sich seit 2011 stetig zu einem weiten kreativen Netzwerk, in dem die Klassen Ausstellungsbesuche im Neuen Kunstverein Wuppertal durchführen und sich kreativ mit den Inhalten auseinandersetzen. Dies führt zu einer eigenständigen Ausstellung, in der die Schülerinnen und Schüler ebenso in die Organisation und Durchführung des Projektes eingebunden sind.

 
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