Schön war es
Maya Deren Forum - Spiel und Ritual

Donnerstag, 9. November 2017, 19.00 Uhr

 

 


Still from the experimental 1943 short film Meshes of the Afternoon by Maya Deren


“A ritual is an action that seeks the realisation of its purpose through the exercise of form… In this sense ritual is art; and even historically, all art derives from ritual. In ritual, the form is the meaning. More specifically, the quality of movement is not merely a decorative factor; it is the meaning itself of the movement. In this sense, this film is dance […]" - Maya Deren

Anlässlich des 100. Geburtstag von Maya Deren zeigt der Neue Kunstverein Wuppertal die Filme "Meditation on Violence", "Ritual in Transfigured Time" und "At Land". Zudem konnten Florence Freitag für eine Einführung und Dr. Claudia Kappenberg für einen Vortrag gewonnen werden. 1917 geboren, ist Maya Deren eine Pionierin des experiementellen Films und des sog. 'Choreo-Cinéma'. Als Filmemacherin, Tänzerin, Schriftstellerin und Anthropologistin beeinflusste sie zahlreiche Künstler*innen und Wissenschaftler*innen und ihr Werk liefert bis heute wesentliche Beiträge zu unserem Bildverständnis, seinen Aussagen und den Fragen die Bilder über individuelle Erfahrungen, gemeinschaftlichen Traditionen und unsere Geschichten hervorrufen.

Maya Derens Recherchen zum Haitianischen Voodoo und zum Ritual bilden einen bisher noch nicht in allen Facetten ausgeleuchteten Schwerpunkt ihrer Arbeit und einen hervorragenden Knotenpunkt in die Gegenwart. Von Innen nach Außen beleuchtet die Veranstaltung das Ritual nicht nur in den Körpern und im Bild Derens , sondern auch in Derens künstlerisch/technischen Blick durch die Kameralinse. Der Film wird zum Ritual selbst, zu einer Séance. Und wie manifestieren sich ritualisierte Bewegungen (im Bild) heute, welche Position nimmt das Ritual in unserem Alltag und in der Kunst ein und wie unterscheidet es sich vom Spiel?

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Tanzrauschen e.V. Wuppertal und Neuer Kunstverein Wuppertal e.V.. Das Programm und die Beiträge werden kuratiert und durchgeführt von Florence Freitag und Dr. Claudia Kappenberg. Mit herzlichem Dank an Mark Tykwer.


 
EIN 1.9 - Matthias Neumann

Donnerstag, 16. März 2016, 19.00 Uhr 

Zum neunten EIN - Abend hat der Neue Kunstverein Wuppertal Matthias Neumann eingeladen. Wie Bühnenbilder gestaltet Matthias Neumann in der Serie „Urbanics“ seine Fotografien und arrangiert mit dem Zufall des Geschehens Menschen in den meist städtischen Szenerien. Dabei scheinen die unterschiedlichen Ebenen wie gestaffelt und als Bilder im Bild miteinander verwoben. So entstehen Fotografien, gefüllt mit Details, in denen sich die Betrachter*innen, bei dem Versuch alles zu entdecken, verlieren.

Matthias Neumann studierte zunächst Violine und Viola an den Musikhochschulen Essen und Berlin. Nach einigen Jahren im Sinfonieorchester Wuppertal reduzierte er seine Stelle, um sich noch intensiver der Fotografie zu widmen. Seit 1998 stellt er regelmäßig aus, 2012 schloss er sein Masterstudium Fotografie an der FH Bielefeld ab. 2013 und 2015 wurden seine Bilder beim OPUS-Fotografiepreis angenommen mit Ausstellungen in Deutschland, Belgien und Luxemburg.

 

Matthias Neumann, Hbf, 2013, 70x105cm, C-Print auf Aludibond, aus der Serie „Urbanics“

 

"EIN - 1 Abend, 1 KünstlerIn, 1 Werk, 1 Bar" ist eine Veranstaltungsreihe des Neuen Kunstverein Wuppertal. In loser Folge stellen sich Künstlerinnen und Künstler mit einem Werk an einem Abend im Ausstellungsraum des Vereins in der Hofaue 51 vor. Weitere Vorgaben gibt es nicht. Die Vorstellung kann zu einem Gespräch über das Wetter oder die Kunst führen, die/der KünstlerIn kann befragt werden oder selber Fragen stellen, es kann geschwiegen, diskutiert, gestritten, geliebt oder getrunken werden. Die Bar ist an diesem Abend geöffnet.

 
MA 0.5 /// MA 1

Kunst hat immer mehr einen fluiden und hybriden Charakter. Seit den achtziger Jahren nimmt die Bewegung nicht nur zwischen den Gattungen der Kunst sondern auch zwischen den unterschiedlichen Szenen zu. MA 0.5 und MA 1 gehen diesen Impulsen nach und versucht unterschiedliche kulturelle Ideen zu verbinden. AKIKOxRASMUS ist eine Kollaboration zwischen der Aiko Nakayama und Raums Zschosch, die 2016 begannen Live-Malerei und Sound-Improvisationen zu kombinieren. In ihren Konzerten und Performances gehen sie über die Grenzen ihrer Disziplinen hinaus und - durch den Gebrauch verschiedener Techniken - erweitern sie den kommunikativen Möglichkeiten und erschaffen ein einzigartiges Ton-Bild.

Aus MA 0.5 wird im Laufe des Abends MA 1.

Das Projekt findet statt mit freundlicher Unterstützung der JAZZ Age Wuppertal e.V.

Eintritt: 8.- € (für beide Veranstaltungen)

Weitere Informationen und Videos  zu MA 0.5 hier und hier!

 

MA 1///

JULES (NTS)

http://www.nts.live/shows/jules

BARTEL (Aeronautic Records)
https://www.facebook.com/bartelofficial/?fref=ts

MAIK OLLHOFF (MA1 / Sommerloch)
www.maikollhoff.de

Die Gesellinnen (WG)- arts
Christina Wicht x Anna Bartók

Bär ( Mauke / Sommerloch) - lights

 
EIN 1.8. - Veit-Johannes Stratmann

Freitag, 17. Juni 2016, 19.00 Uhr

Zum achten EIN - Abend hat der Neue Kunstverein Wuppertal Veit-Johannes Stratmann eingeladen. Wesentliches Mittel seiner Malerei ist die Entfaltung der Farbe, deren Anwendung nicht mehr beschreibend, sondern eher schichtend, überlagernd, freisetzend, d. h. allgemein forschend, eingesetzt wird. Sie beschwört den Möglichkeitssinn, dessen Qualität ein Spiel von Empfindung und Imagination ermöglicht. Dargestelltes und Darstellung werden ununterscheidbar, denn erst durch die farbliche Operation des Malens gelangt das Bild zu seiner Einheit. Deshalb sind die Köpfe von Veit Johannes Stratmann auch keine mimetische Repräsentation, sondern Ergebnis eines konstruktivistischen Ansatzes, den er an diesem Abend zur Diskussion stellt.





"EIN - 1 Abend, 1 KünstlerIn, 1 Werk, 1 Bar" ist eine Veranstaltungsreihe des Neuen Kunstverein Wuppertal. In loser Folge werden sich Künstlerinnen und Künstler mit einem Werk an einem Abend im Ausstellungsraum des Vereins in der Hofaue 51 vorstellen. Weitere Vorgaben gibt es nicht. Die Vorstellung kann zu einem Gespräch über das Wetter oder die Kunst führen, die/der KünstlerIn kann befragt werden oder selber Fragen stellen, es kann geschwiegen, diskutiert, gestritten, geliebt oder getrunken werden. Die Bar ist an diesem Abend geöffnet.

 
Duftende Farben, die Rolle des Olfaktorischen im Futurismus und olfaktorische (Re-)Konstruktionen

Donnerstag, 28. April 2016, 19.30 Uhr

Duftende Farben, die Rolle des Olfaktorischen im Futurismus und olfaktorische (Re-)Konstruktionen
Ein Vortrag und eine Präsentation von Caro Verbeek
im Rahmen der Reihe Olfactismus - Über den Geruch


Installation zum Vortrag von Caro Verbeek


Duft war eine Quelle der Inspiration sowie Ausdrucksmittel der bildenden Künstler zur Zeit des 'Fin de Siècle'. Vor allem zwischen den Kriegen organisierten Futuristen, Dadaisten und Surrealisten duftende Poesie, Rezitationen, Performances und erfanden aromatisches Spielzeug sowie parfümierte Skulpturen und duftende Künstlerbücher. Leider sind die meisten dieser Ereignisse und Objekte nicht mehr erfahrbar als Geruch; sie sind verloren oder nie aufgezeichnet worden. Daher die (Re-) Konstruktion der kunsthistorischen Düfte in Zusammenarbeit mit IFF (International Flavours & Frangrances) und verschiedenen Institutionen. Sie ermöglicht es dieses flüchtige Erbe zu erhalten und zu erleben.

Caro Verbeek (1980) ist Kunsthistorikerin und Kuratorin mit Fokus auf die sogenannten unteren Sinne. Sie erwarb einen MA in olfaktorischer Kunst und einen MA in taktiler Kunst an der Universität von Amsterdam und ist derzeit Doktorandin an der VU University Amsterdam. Ihr Ziel ist die (Re)-Konstruktion historischer Düfte im Verhältnis zum historischen Kontext und deren Präsentation in Institutionen (Rijksmuseum, Amsterdam, Villa Rot, Burgrieden Mediamatic, Amsterdam). Sie unterrichtet die Reihe 'The OtherSenses' an der Royal Academy of Arts (Den Haag) und erstellt olfaktorische Touren in Museen.

 
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