Rückblick
Lothar Götz - Retreat

14. September 2013 - 27. Oktober 2013
Eröffnung: Freitag, 13. September 2013, 19 Uhr

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Lothar Götz: Berlin - Flatowallee 16, Acryl/Wandfarbe, ca. 12 x 4 m, 2013,
Neuer Kunstverein Wuppertal, Foto: Gerd-Otto Schmidt

 

Die Arbeitsweise von Lothar Götz reicht von Wandbildern und raumfüllenden Installationen zu Malereien und Zeichnungen. Dabei verbindet die unterschiedlichen Praktiken eine Auseinandersetzung mit Architektur, einem abstrakten Formenvokabular und einer intensiven Farbgebung. Ausgangspunkt seiner Werke sind Räume und deren Funktion, die möglichen Bewohner oder die Geschichte, die er mit zahlreichen unterschiedlichen Vorstellungen und Phantasien füllt. So erscheinen die Zeichnungen von Lothar Götz als Entwürfe einer fantastischen Architektur von Häusern, Villen oder auch Gärten, die durch die Imagination zu farbenreichen und lebendigen Geschichten und Erlebnissen erwachen.

Ausgangspunkt der Ausstellung “Retreat” im Neuen Kunstverein Wuppertal ist eine Serie von Zeichnungen mit demselben Titel, in denen er imaginäre Rückzugsorte für Personen und persönliche Objekte entwarf. Diese bilden die Grundlage für eine extra für den Kunstverein geschaffene Installation und eine umfangreiche Wandarbeit. Hier schafft Lothar Götz durch einen Einbau eine veränderte räumliche Situation und mit dem Wandbild eine völlig neue Atmosphäre. Während die geometrischen Formen und Farben einerseits auf den Ideen der ausgestellten Zeichnungsserie "Retreat" beruhen, spiegeln sie andererseits die Beschaffenheit des Raumes und füllen ihn mit eigenen Vorstellungen, die den Ort zu einer Utopie der Phantasie machen. So wird der Ausstellungsraum zu einem „Rückzugsraum“,  zu einem Ort der Erinnerungen und Vorstellungen, der Wünsche und Begierden, in dem sich der utopische Anspruch mit einem aktuellen, individuellen Lebensgefühl verbindet.


Mit freundlicher Unterstützung der


 
Kai Schiemenz - Host

25. Mai 2013 bis 28. Juli 2013
Eröffnung: Freitag, 24. Mai 2013, 19 Uhr

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„First we shape our buildings, then they shape us“ (Winston Churchill, 1943). Architektur beeinflusst uns und unser Verhalten. Sie ist kein passiver Empfänger der durch uns genutzt wird, sondern ein aktiver Teilnehmer an Ereignissen, deren Verlauf sie mit gestaltet. Im Rahmen der Ausstellungsserie über Stadt, Architektur und Raum betrachtet Kai Schiemenz den öffentlichen Raum im Hinblick auf dessen Nutzung und Verwertung. In dieser künstlerischen Untersuchung werden disparate Felder wie Architektur, Geografie und urbane Planung so in Zusammenhang gebracht, dass sie den Bereich der Einflussnahme von Architektur auf unseren Alltag befragen. Er visualisiert eine Archäologie der Öffentlichkeit, die konkrete architektonische Kulturtechniken von der griechischen Agora bis zur heutigen Passage und Shopping Mall untersucht. Seine Ausstellung beleuchtet die kulturellen Kodes, die in die Gebäude und damit den öffentlichen Raum eingeschrieben sind.

Für die Ausstellung stellt Kai Schiemenz einen Bilderatlas her, der Bilder über Architektur in unterschiedlichste Zusammenhänge bringt und dabei den Aspekt der regulierenden Funktion von Architektur untersucht. Dieser findet seine Verräumlichung auf den Wänden des Wuppertaler Kunstvereins. So entsteht ein Panorama über den öffentlichen Raum. Dem gegenüber entsteht für die Ausstellung eine Raumskulptur als Installation, die mit Mitteln der Architektur die Betrachter in ein neues räumliches Verhältnis setzt. Die Skulptur ist so gebaut, dass sie einerseits Sichtachsen schafft, diese aber bei der nächsten Bewegung des Betrachters wieder verstellt und damit die konstruktiven und beeinflussenden Mittel der Architektur veranschaulicht.

 
MOVING ART BOX

27. April 2013 bis 12. Mai 2013
Eröffnung: Freitag, 26. April 2013, 19 Uhr

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Die Künstlergruppe 6PACK startete im März 2012 ihr aktuelles Projekt MOVING ART BOX und lud Künstler in ganz Europa ein, auf die  reisende Kunstkiste zu reagieren. Nach über einem Jahr kehrt nun die 1 m³ Kunstkiste nach Wuppertal zurück. In der Abschlusspräsentation werden nun erstmalig die beteiligten Künstler und die Kunstkiste zusammengeführt; dazu reisen über zwanzig europäische Künstler aus ihren Heimatländern an. Mit einem umfangreichen Programm wird ein Querschnitt der unterschiedlichen Beiträge vorgestellt und Möglichkeiten und Grenzen der gemeinsamen (Weiter-) Entwicklung künstlerischer Strategien befragt. Neben skurrilen Vorgehensweisen, fantasievollen Aktionen, provokativen Eingriffen, fotografischen Experimenten, Film- und Soundprojekten, gibt es auch die leisen, intensiven Töne, überraschende neue Arbeiten, die erst durch die Ankunft der Kunstkiste angeregt und nun in Wuppertal erstmals vorgestellt werden. MOVING ART BOX war eine Herausforderung, der sich die über 80 beteiligten Künstlerinnen und Künstler mit Mut und Freude gestellt haben. MOVING ART BOX hat im wahrsten Sinne viel bewegt. Auf der projekteigenen Website www.movingartbox.de können umfangreiche Informationen zu dem bisherigen Verlauf der Reise und zu den beteiligten Künstlern eingesehen werden.

Großzügig gefördert wurde dieses Projekt von der Sparkassen-Stiftung der Rheinlande, der Jackstädt-Stiftung, der Stadtsparkasse Wuppertal, dem Kulturbüro der Stadt Wuppertal, von Karoline Becker, i.i.d.open. In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Begegnungszentrum Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V., Freundschaftsverein Liegnitz/Legnica e.V.

 

 

 
Preechaya Siripanich - Moving Kaleidoscope

 

16. Februar 2013 - 14. April 2013
Eröffnung: Freitag, 15. Februar 2013, 19 Uhr
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Preechaya Siripanich: Der kleine Tempel, 2010


Preechaya Siripanich, 1973 in Thailand geboren und seit 2000 in Bremen lebend, entwickelte in den letzten Jahren eine Bildsprache der abstrakten Neuinterpretation des Alltags. Die Skulpturen und Installationen überführen die Vertrautheit einzelner Gegenstände in eine farbliche Komposition im Raum; die Gegenstände lösen sich von ihrer funktionalen Bedeutung und bilden einen einen neuen Bezug zu dem jeweiligen räumlichen Gefüge. Für die Ausstellung im Neuen Kunstverein Wuppertal entsteht eine neue, mehrteilige Installation. Zum einen zeigt Preechaya Siripanich Fotografien mit Motiven unterschiedlicher moderner Architektur und bezieht sich damit auf die thematische Reihe des Vereins wie auf den Ort als Ausstellungsraum, zum anderen installiert er eine Lichtinstallation, durch die räumlichen Bedeutungsebenen verschoben werden. Mit der Ausstellung veranschaulicht Preechaya Siripanich verschiedene historische Kontexte der Örtlichkeit und fordert gleichzeitig dazu heraus, in der aktuellen Situation die Wertgrundlagen und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten zu reflektieren, die den öffentlichen Raum gestalten.

 

 
Tanja Goethe - Robinson und das transparente Haus

24. November 2012 - 27. Januar 2013
Eröffnung: 23. November 2012, 19 Uhr
Geschlossen vom 24.12.12 - 6.1.13
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Tanja Goethe: Gläserne Häuser - 4D-House, 2012

 

Nachdem Tanja Goethe bereits in der Gruppenausstellung „Love & Hate Wuppertal“ vertreten war, präsentiert der Neue Kunstverein Wuppertal nun vom 24.11.2012 bis 27.01.2013 eine Einzelausstellung der in Düsseldorf lebenden Künstlerin.
Für die Ausstellung im Neuen Kunstverein Wuppertal entsteht eine Installation aus Keramiken, Drucken und einer Videoprojektion, die sich auf den 1719 erschienenen Roman Robinson Crusoe von Daniel Defoe bezieht. Die unterschiedlichen Exponate verhandeln vor allem mögliche Strategien im Umgang mit Isolation und Transparenz sowie mit der Aneignung von fremden Räumen, wie sie auch Crusoe in seiner Robinsonade, in seinem Ein- und Ausgeschlossensein auf der Insel, entwickelt. Tanja Goethe reflektiert mit dem Projekt, dass und inwiefern architektonische Räume bis heute in verschiedenen Epochen und Machtverhältnissen ihren ästhetischen Tribut zollen.

Zur Eröffnung sprechen:
Dr. Barbara Könches, Kunststiftung NRW
, und Christian Odzuck

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit RAUM OBERKASSEL,
Sonderburgstraße 2, 40545 Düsseldorf. Dort ist ein weiterer Teil der Ausstellung "Robinson und das transparente Haus vom 14.12.2012 bis 26.012013 zu sehen.

 
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